Wie finde ich den richtigen Gitarrenlehrer / Musiklehrer?

Wenn man ein Instrument lernen möchte, sollte man immer sehen, dass man sich einen guten Lehrer sucht. Schließlich ist es sehr anstrengend und nervig, sich etwas falsch Eingeübtes wieder abzutrainieren und darüber hinaus ärgerlich, diverse Monatsbeiträge für mäßigen Input zu bezahlen.


Was aber macht einen guten Musiklehrer aus und wie findet man ihn oder sie? Wenn es um einen Gitarrenlehrer geht und du aus Hannover oder Umgebung kommst, bist du bereits richtig und brauchst nicht weiterlesen 🙂 Aber Spaß beiseite. Es gibt durchaus ein paar Kriterien, die bei der Suche Helfen sollten.

Musikschule oder Privatlehrer?

Das ist so ziemlich die erste Frage, die man sich stellt. Als ich meinen ersten Gitarrenunterricht hatte, empfahl man grundsätzlich oft die städtischen Musikschulen, weil es dort die gut ausgebildeten Lehrer gab und der Unterricht durch die städtische Unterstützung (private Musikschulen waren noch nicht so verbreitet) auch verhältnismäßig günstig war.

Das gilt heute leider beides nicht mehr so ganz, da die meisten Städte schon seit vielen Jahren immer mehr im Kulturbereich kürzen. Die Folge ist, dass der Schwerpunkt immer mehr auf Gruppenunterricht verschoben wird, weil es wirtschaftlicher ist und dadurch Einzelunterricht an manchen städtischen Musikschulen nur noch in Ausnahmefällen zu bekommen ist. Dieses ist an privaten Schulen noch anders, aber der zweite Punkt ist dort dann häufig stärker der Fall:
Die Lehrer werden immer schlechter und meistens auf Honorarbasis bezahlt, sodass sich viele gute Lehrer – so wie ich – lieber selbständig machen, als weiter zu diesen Konditionen zu arbeiten.

Selbstverständlich gibt es trotzdem noch viele gute Lehrer an Musikschulen, aber es ist nicht mehr diese Qualitätsgarantie.

Man darf also auch bei den Musikschulen die Frage stellen, wer den Unterricht gibt.

Wie finde und erkenne ich denn jetzt den richtigen Lehrer?

Finden ist im Internetzeitalter nicht schwierig. Du hast mit Google oder durch irgendeinen Link auch mich gefunden. Beim Erkennen gibt es ein paar Punkte, die ich empfehle:

Kompetenz des Lehrers

Der Lehrer sollte erstmal selber sein Instrument beherrschen. Wenn du nicht selber schon in der Oberliga spielst, muss es vielleicht kein Mega-Virtuose sein, aber man darf professionelles Niveau erwarten. Außerdem sollte er / sie auch vermitteln und erklären können.

Das ist sicher beides als Anfänger schwierig zu beurteilen. Wenn der Lehrer ein abgeschlossenes Musikstudium (entweder als Musikpädagoge oder künstlerische Ausbildung) vorweisen kann, sollte man allerdings davon ausgehen können, das er die nötige Kompetenz hat.

Nebenbei sollte man hier auch bedenken, dass ein klassisch ausgebildeter Gitarrenlehrer nicht zwangsweise gut E-Gitarre spielt und umgekehrt. Ich bin zwar selber ein „Crossover“-Musiker, der beides für sich beansprucht, dennoch ist das eher die Ausnahme als die Regel. Da bin ich nicht der Einzige, aber ich möchte darauf hinweisen, dass die teilweise kursierende Meinung, wer Klassik spielen kann, könne auch alles andere spielen, falsch ist. Spätestens bei Themen wie Improvisation wird es speziell. Und bei Gitarre ist auch die Spieltechnik der rechten Hand schon komplett unterschiedlich.

Künstler und Spezialist oder Allrounder?

Jetzt wird es interessant. Hier kommt es drauf an. Erst einmal kann ein guter Allrounder natürlich auch Spezialist auf einem oder zwei Gebieten sein. Ich habe immer die große Bandbreite als den wichtigeren Grundstein für das Unterrichten gesehen. Es ist doch schön, wenn man bei seinem Lehrer auch mal das Thema und die Stilistik wechseln kann. Daher wird meistens ein vielseitiger Lehrer eine gute Wahl sein.

Wer aber genau weiß, was er / sie will und selber schon auf (semi-)professionellem Niveau unterwegs ist, wird vielleicht eher den Spezialisten schätzen.Und im Idealfall ist der gleichzeitig ein guter Allrounder 😉


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